Klare Ansagen für mehr Lebendigkeit

„… ich hatte eigentlich vor, 45 Minuten Vortrag am Stück zu halten – aber damit komme ich bei Ihnen vermutlich nicht durch …“, meinte ein Redner, der heute Teil unseres Regie-Checks zur Vorbereitung eines Online-Events war. Denn wir hatten beim vor ihm eingeplanten Herrn klargemacht, dass er nicht mehr als 10 Minuten am Stück „Frontalunterricht“ machen solle, ohne die Teilnehmenden einzubeziehen.

Doch von vorn:

Unerlässlicher Regie-Check

Im Regie-Check holen wir alle an einem Event Beteiligten ins Boot, um den Ablauf der Veranstaltung durchzusprechen. Er ist keine Generalprobe, bei der wirklich alles 1:1 durchgespielt wird. Sondern eher – wenn man in der Theater-Metapher bleiben will – eine Stellprobe, in der die Abläufe durchgeprobt, die einzelnen Szenen aber nur angedeutet werden. Danach wissen alle, wie die Veranstaltung laufen wird und auch, was noch zu tun ist. Er sollte also mit etwas Bremsweg zum Event selbst stattfinden, denn erfahrungsgemäß erzeugt diese Absprache immer To Dos. Beim erwähnten Herrn zum Beispiel, dass er in seinem Vortrag inhaltliche „Sollbruchstellen“ einplant, die wir dann mit Energizern und Interaktionen füllen. Das müssen keine großen Unterbrechungen sein – meist ist es völlig ausreichend, eine Frage zu stellen, die die Teilnehmenden dann mit Handzeichen oder einer kurzen Meldung im Chat beantworten können. Das dauert 1-2 Minuten, holt aber alle wieder mental an Bord.

Klare Prinzipien

Beim Regie-Check sind wir in zweierlei Hinsicht ein bisschen streng: Erstens geht es nicht ohne ihn. Wer uns für die Co-Moderation bucht, muss auch den Regie-Check machen, denn nur dann sind die Kreuze auf den Boden geklebt, alle wissen, wo sie zu stehen haben und auf welche Stichworte ihre Einsätze kommen.

Und zweitens machen wir hier freundlich, aber deutlich die Prinzipien klar, die aus unserer Sicht unerlässlich für lebendige Online-Veranstaltungen sind. Wie zum Beispiel, dass die Teilnehmenden höchstens 10 Minuten am Stück passiv vor dem Monitor sitzen sollten. Oder dass Inhalte wichtiger als Technik sind – und einige andere Grundsätze.

Dass wir dabei zuweilen bestimmt rüberkommen, liegt daran, dass wir voller Überzeugung in einer Mission unterwegs sind: Online-Veranstaltungen lebendiger, interaktiver und damit erfolgreicher zu machen.

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